Session 5

5/ Bioökonomie – Baustein der Zukunft

Innovative Konzepte der Energienutzung, -umwandlung, -speicherung und Kreislaufwirtschaft

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dazu ist es u.a. dringend erforderlich, die zur Verfügung stehenden Ressourcen zu schonen. Der Erhalt der Lebensgrundlagen für Mensch, Tier und Pflanzen ist von höchster Bedeutung. Dafür muss die Ressourcennutzung auf ein ökologisch verträgliches Maß reduziert werden. Gleichzeitig ist darauf zu achten, einer wachsenden Weltbevölkerung wirtschaftlichen Wohlstand und das Recht auf Entwicklung zu ermöglichen.

Innovationen aus der Bioökonomie vereinen biologisches Wissen mit technologischen Lösungen und nutzen die natürlichen Eigenschaften biogener Rohstoffe. Diese sind erneuerbar, kreislauf- und anpassungsfähig. Die Bioökonomie birgt das Potenzial, neuartige Produkte und Verfahren hervorzubringen, die gleichzeitig Ressourcen schonen und Wohlstand schaffen. (Quelle: www.bmbf.de)

Bilder vom Event

Ablauf

Impuls 1

Bioökonomie – ein Überblick

Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta
Vizepräsidentin Lehre & Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft, Technische Universität Hamburg

Ziel der Bioökonomie ist es: Die Ressourcen unseres Planeten so zu nutzen, dass sie auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen, also eine auf nachwachsenden Rohstoffen basierende Kreislaufwirtschaft aufzubauen.

Impuls 2

Bioökonomie in der Abfallwirtschaft

Ralph Hohenschurz-Schmidt
Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde mbH - AWR

Die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz ist die zentrale Zukunftsaufgabe der Kreislaufwirtschaft. Insbesondere bei der Biomasse ist das Schließen von Stoffkreisläufen und ein Zuwachs an Nutzungskaskaden technisch und wirtschaftlich möglich. Das Zielkonstrukt sind Bioraffinerien auf der Basis von Rest- und Abfallstoffen.

Impuls 3

Nachhaltiger Kraftstoff aus biogenen Reststoffen

N.N.
Hitachi Innova Zosen

Bei der Herstellung paraffinischer Dieselkraftstoffe werden ausschließlich biogene Rest- und Abfallstoffe genutzt. Diese können die Treibhausgasemissionen aus Verbrennungsmotoren deutlich reduzieren– vorausgesetzt die Stoffe sind ausreichend verfügbar. Die Mengen sind aber in jedem Fall begrenzt – selbst altes Fett fällt nicht in unbegrenzten Mengen an. Sofern paraffinische Dieselkraftstoffe aus anderen fossilen Quellen beigemischt werden, ist die Klimabilanz des Kraftstoffs von der ⁠Klimawirkung⁠ der fossilen Beimischung abhängig.

Impuls 4

Modellregion Bio-LNG Niedersachsen, Perspektiven für einen nachhaltigen Kraftstoff

Dr. Frank Köster
Biogene Kraftstoffe, 3N Kompetenzzentrum e.V.

Das deutsch-niederländische Verbundprojekt LNG Pilots wurde im Rahmen der Interreg V A Förderung im November 2016 in Papenburg, bestehend aus 40 niederländischen und deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, gestartet. Die Erzeugung von Bio-LNG kann sowohl zentral wie auch dezentral erfolgen und bietet damit gerade im ländlichen Raum gänzlich neue Möglichkeiten der Wertschöpfung. Die Bio-LNG Produktion kann eine Möglichkeit zum Weiterbetrieb von Biogasanlagen außerhalb der EEG-Vergütung sein (Quelle: www.3-n.info).